institutDas Institut für angewandte Bewegungsforschung (I-a-B) besteht seit 1984 und wurde 1997 als ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich dem Förderverein Psychomotorik Bonn eingegliedert. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Tätigkeitsfeldern des Vereins liegt hier der Schwerpunkt auf der Bearbeitung theoretischer bzw. wissenschaftlicher Fragestellungen aus dem näheren und weiteren Umfeld der Psychomotorik. Hierzu gehören die Durchführung von Forschungsprojekten und Auftragsstudien sowie die wissenschaftliche Begleitung unserer täglichen Förderarbeit.

So wurde etwa im Auftrage des Behindertensportverbandes NRW die rehabilitative Wirkung psychomotorischer Förderung untersucht. Für den HUK-Verband wurde das Konzept der „Unterrichtsintegrierten Diagnostik“ mit dem Ziel einer Unfallprophylaxe entwickelt. Das als Nr. 5 der "Beiträge der Beratungsstelle für Schadenverhütung" des Verbandes der Unfallversicherer 1989 veröffentlichte Buch "Unterrichtsintegrierte Diagnostik und psychomotorische Entwicklungsförderung im Sportunterricht der Primarstufe" können Sie hier downloaden (Unterrichtsintegrierte Diagnostik).

 Als Beispiel aus jüngerer Zeit ist hier die sogenannte "Rollerstudie“ („Rollerfahren als Vorbereitung zum Radfahren“) zu nennen, die in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BAST) durchgeführt wurde und den hohen Nutzen des Rollerfahrens für die motorische Entwicklung von Kindern nachweisen konnte.

Unter anderem für das Landesjugendamt Rheinland ("Psychomotorik in der stadtteilorientierten Jugendsozialarbeit", "Psychomotorik als Integrationshilfe für Kinder in Übergangsheimen" u.a.) wurden wissenschaftliche Begleitungen z.B. von Integrationsprojekten durchgeführt.

Von 2001 bis 2004 übernahm das Institut im Auftrag der Landesunfallkasse und der Gemeindeunfallversicherungen des Landes Nordrhein-Westfalen eine Studie zum Themenbereich "Unfallprävention durch Risikoangebote". In dieser als „Bonner Risikostuduie“ bekannt gewordenen Untersuchung stand die Frage, „Können gezielte Bewegungsangebote Risikokompetenzen stärken und Unfälle vermeiden?“, im Mittelpunkt. Auf dieser Grundlage stellte der Förderverein 2008 mit der Veröffentlichung „RisKids – wie Psychomotorik hilft, Risiken zu meistern“ ein Konzept zur Entwicklung und Stärkung von Risikokompetenzen im pädagogischen Alltag vor.

pferderittDas Institut für angewandte Bewegungsforschung verfügt über eine eigene Präsenzbibliothek und eine Videothek, die nicht nur den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung steht. Nach Absprache finden auch außerhalb des Vereins tätige Pädagogen, Erzieherinnen, Therapeuten, Studierende und andere Interessierte Hilfestellung, bei der computerunterstützten Literaturrecherche oder bei der Bearbeitung von Fragestellungen, die sich um das weite Feld der Psychomotorik drehen.

Die Vernetzung von Förderung und Forschung ist in der heutigen Zeit eine unverzichtbare Grundlage ganzheitlicher bzw. entwicklungsgemäßer Förderung. In diesem Sinne arbeitet das Institut für angewandte Bewegungsforschung wie der Gesamtverein intensiv und fachgerecht mit WissenschaftlerInnen, Hochschulen und allen Institutionen, Einrichtungen und (Berufs-) Gruppen zusammen, die mit der Erziehung und Therapie von Kindern und Jugendlichen betraut sind.

Eine aktuelle Aktivität des Instituts für angewandte Bewegungsforschung stellt die Zertifizierung "anerkannte psychomotorische Kindertagesstätte" dar. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 guetesiegel mobile





Das Gütesiegel wird im Juni 2010 an die Verantwortlichen des Bewegungskindergartens "Mobile" des TV Jahn Rheine übergeben.





Institut für angewandte Bewegungsforschung (I-a-B)


Wernher-von-Braun-Straße 3
53113 Bonn
Tel: 0228/243394-0

E-Mail: institut(at)pschomotorik-bonn.de